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ZWIEFALTE
N

 

 


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Die Wallfahrt
der Italienischen Katholischen Gemeinden der Diözese Rottenburg - Stuttgart
nach Zwiefalten

Entstehung der Wallfahrt
und Beginn der "Wanderung der Madonna"

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Die Wallfahrt der italienischen Katholiken nach Weingarten

Der Wallfahrt nach Zwiefalten gingen Jahre voraus, in denen die italienischen Gemeinden nach Weingarten gepilgert sind und nach dem Gottesdienst in der Basilika sich in der Oberschwabenhalle in Ravensburg getroffen haben. Am 8. Juni 1987 gab es zum Auftakt eine Prozession mit Rosenkranzgebet und Meditationen zu den Themen Pfingsten – Maria – Maria als Mutter der Emigranten. Zum Nachmittagsprogramm gehörte unter anderem eine Lotterie, die rund 2500 Mark einbrachte.

Suche nach einem neuen Wallfahrtsziel

Beim Rückblick der italienischen Seelsorger auf die Wallfahrt im Jahr 1985 kam der Vorschlag auf, einen zentraleren Ort zu suchen für das jährliche Treffen. Der Vorschlag des Bischofs, der die italienische Wallfahrt gerne in Ellwangen gesehen hätte, wurde verworfen.

Erste Überlegungen zu einer „Madonna der Italiener“
und zu Zwiefalten als neues Wallfahrtsziel

Eine wichtige Etappe war dann das Treffen der Italienerseelsorger am 30. April 1987. Ausgehend von der besonderen Nähe der italienischen Landsleute zur Verehrung von Maria wird vorgeschlagen, aus Italien eine Statue der Madonna di Pompei oder der Madonna von Fatima zu besorgen mit der Aussicht, eine „Wanderung Marias“ zwischen den Missionen zu organisieren mit der abschließenden Zelebration in Weingarten.
Am 6.10.1987 wurden die Vorschläge für eine Madonnenstatue vorgelegt und angeregt, dass die Statue ein Geschenk des Bischofs an die Italiener der Diözese sein könnte.

Don Luigi Betelli: "Was die Statue betrifft: Wir wollten sie! Mons. Jürgen Adam hat den Wunsch Bischof Moser unterbreitet. Der Bischof versprach, sie als Geschenk zu machen. Don Antonio Caldara (damals regionaler Sprecher der Italienerseelsorger und zuständig für die Mission in Friedrichshafen, verstorben im Mai 1991 an einem Schlaganfall in Cortina D'Ampezzo, wo er an der Erstkommunion seiner Nichte teilnahm) gab die Statue in Ortisei in Auftrag."

Am 30.11.1987 beschließt der gleiche Kreis der Italienerseelsorger, dass die Wallfahrt künftig nach Zwiefalten gehen sollte, und zwar erstmals am Pfingstmontag 23. Mai 1988, und dass die vorgesehene Statue nach dem Bild der Madonna di Pompei gefertigt wird. Den Auftrag, die Statue zu schnitzen, bekommt ein Künstler aus Ortisei in Südtirol.
Don Luigi Betelli holt die Statue im Frühjahr 1988 mit dem Auto in Südtirol ab und bringt sie zunächst in die Räume der Mission in Stuttgart in der Mörikestraße. Die Madonna reiste in einem eigens angefertigten Transportkasten, der noch schwerer war als die Statue selbst. In Stuttgart wurde die Madonnenstatue für das Tragen bei Prozessionen vorbereitet.

Für die Wallfahrt sollte in Zwiefalten ein Zelt mit 1500 Plätzen aufgestellt und der Bischof eingeladen werden. Don Eduardo Prina stellte in der Zeitschrift CONTATTI vom April/Mai 1988 die Geschichte des Münsters in Zwiefalten ausführlich vor; ein Foto von Zwiefalten war auf der Titelseite zu sehen.
Nun verstarb am 9. Mai 1988 - kurz vor der Wallfahrt also – Bischof Dr. Georg Moser, der ja als Stifter die Madonna segnen sollte und der die Statue aus eigener Tasche bezahlt hatte.. An seiner Stelle nahm Msgr. Jürgen Adam die Segnung vor: „Dieses Bild soll euch begleiten bei euren Pilgerfahrten und religiösen Treffen und soll von Gruppe zu Gruppe, von Familie zu Familie wandern, auch im Andenken an Bischof Georg Moser.“
In der Ausgabe der Contatti vom Juli 1990 beschreibt Padre Alessandro Rossi die Wallfahrt nach Zwiefalten ausführlich und spricht sich für Zwiefalten als dauerhaften Ort für die Italienerwallfahrt der Diözese aus: "Wir Italiener in Württemberg, die wir keinen Wallfahrtsort im traditionellen Sinn hier haben, können uns die Madonna von Zwiefalten als "Wallfahrtsort per Adoption" vorstellen. Das ermöglicht uns, unseren Glauben gemäß unserer Tradition zu leben und gleichzeitig unsere Verbindung zur Diözese Rottenburg Stuttgart zu stärken, in der wir für kürzer oder länger leben."

Der Verlauf der jährlichen Wallfahrt nach Zwiefalten

Bei einem Treffen der italienischen Seelsorger im August 1991 wurde die Struktur der Wallfahrt beschlossen, wie sie bis heute besteht. Ankommen – Beichtmöglichkeit – Gottesdienst – Unterhaltung im Zelt unter starker Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen – Rückfahrt, u.U. mit einem Besuch einer Sehenswürdigkeit auf der Rückfahrt. Teil der Wallfahrt ist die Übergabe der Marienstatue an die nächste Gemeinde.
Von Fußballturnieren im Rahmen der Wallfahrt wurde aus früheren Erfahrungen eher abgeraten.

Die Madonna wurde in den Jahren 1989 bis 1991 immer nach ein paar Monaten oder nach einem halben Jahr an die nächste Gemeinde weitergegeben. Dabei waren beteiligt die Missionen von Heilbronn, Sindelfingen, Ulm, Biberach/Ravensburg und Aalen. Später gab es einen jährlichen Wechsel. Mindestens einmal war die Madonna in allen Missionen der Diözese zu Gast.

(Nach Berichten in der Zeitschrift Contatti, aus Protokollen der Regionalkonferenz der Italienerseelsorger
und Erzählungen von Sonia Cussigh)