Cirò / Cirò Marina
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Krimisa und Ypsikron
Zur Geschichte von Cirò
Der Ort blickt auf eine lange Vergangenheit zurück und wird als das griechische Krimisa identifiziert, das später Zrò und schließlich Cirò getauft wurde. Forscher haben Siedlungsformen von der Eisenzeit bis in die römische Zeit nachweisen können: so z.B. eine Nekropolis in Cozzo del Salterello / Cirò Superiore (8. Jh. v. Chr.) oder Bronze- und Keramikfunde (7./6. Jh. v. Chr.), die von der Anwesenheit der Griechen zeugen. (Ilona Witten, DUMONT-Reisetaschenbuch Kalabrien, Köln 2001, S. 136).
Die Geschichte von Cirò (351 m H. ü.d.M.), dem alten Ypsicron, einer dem Wind ausgesetzten Ansiedlung, ist reich an Faszination.
Der Ort war Schauplatz der harmonischen Begegnung zweier verschiedener Kulturen:
Die Genialität und der Reichtum Griechenlands traf auf die Eleganz und den Pragmatismus der lateinischen Zivilsation.
In den darauffolgenden Jahrhunderten, während der Feudalzeit, waren die Ruffo die Herren von Cirò, die Carafa erstellten dann später ein imposantes Verteidigungssystem, bestehend aus dem Schloss und den Forts, gelegen in den Ortsteilen Madonna d’Itria und Madonna di Mare. Tatsächlich erstreckt sich der alte Ortskern eng um die Reste des Feudalschlosses der Carafa, heute zur Hälfte Privatbesitz und zur anderen Hälfte öffentlich. Die Gründer des Schlosses waren Mitglieder der Familie Ruffo; später unter Galeoto Carafa wurden einige Restaurierungsarbeiten unternommen, die dem aragonesischen Stil entsprachen, indem der Westflügel mit der Konstruktion eines fünfeckigen Turms erweitert wurde, der heute die Piazza Mavilia dominiert. Dem Mathematiker und Astronomen Luigi Lilio verdankt man die Projektierung der Hofzeichnung: Ein Stern, an neun Punkten konzentrisch wiederholt und in einen Kreis eingeschrieben.
Der Ort besitzt viele Kirchen, welche die alte und starke Verehrung der Bürger gegenüber ihren Heiligen bezeugen. Vor allem die Kirche S. Maria de Plateis ( Hauptkirche ), die Kirche von S. Nicodemo (vermutete Wohnstätte des Heiligen), die Kirche S. Giovanni, die Kirche von S. Menna Martyrerin, die Kirche von S. Giuseppe, sie liegen alle im historischen Zentrum. Dann die Kirchen S. Lorenzo, S. Cataldo, S. Giovanni Battista, außerdem die Kirche des Fegefeuers, wo früher die Toten beigesetzt wurden, schließlich die Kirche der Madonna della Catena und die von S. Elia, außerhalb des Ortes gelegen und Ziel von Prozessionen und Wallfahrten der Gläubigen. Nicht zu vergessen die zahlreichen (früheren) Konvente in Cirò, von denen manche noch sichtbar sind (z.B. der des Hl. Franziskus von Paola), andere komplett zerstört.
Söhne des Ortes sind Antonio und Luigi Lilio, Reformatoren des Julianischen Kalenders um 1500. Viel später, am 2. August 1806, wurde Cirò von der Feudalherrschaft befreit und zur freien und unabhängigen Gemeinde erhoben.
Das Wappen
In Form eines blauen Schilds zeigt das Bild der drei grünen Berge, die zur geomorphischen Charakteristik des Gebietes gehören. Auf dem mittleren Hügel, welcher den Hügel darstellt, auf dem Cirò gebaut wurde, sitzt ein Kranich, der mit dem gestreckten Bein eine schwarze Schlange erwischt. Die letztgenannte soll die sarazenische Gefahr symbolisieren, die jahrhundertelang das Leben der Cirotani erschwert hat. Um das Schild herum ist die Schrift zu lesen: «Devorat haec rostro pervigilatque pede».(aus www.cirovacanze.it, wo es auch ein umfangreiches Ferienwohnungsverzeichnis gibt).